Die Kunstfabrik als Beschäftigungsträger

Die Kunstfabrik Köpenick GmbH wurde 1992 gegründet, um in einem Gebiet mit einer überdurchschnittlich hohen Arbeitslosigkeit im künstlerischen Bereich (hier waren der Fernsehfunk und der Rundfunk der DDR angesiedelt), den betroffenen Menschen eine Chance zu geben, sich auf die neuen Verhältnisse der Marktwirtschaft einzustellen.

Die Gründung der Kunstfabrik Köpenick GmbH wurde vor allem vom Bezirksamt Köpenick, dem damaligen Arbeitsamt IX von Berlin sowie der zuständigen Servicegesellschaft des Landes Berlin, der GBG Beratungsgesellschaft für Wirtschaftsförderung und Arbeitsbeschaffung unterstützt. Von 1992 - 1993 arbeiteten durchschnittlich 100, über Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen geförderte Mitarbeiter in der Kunstfabrik, hauptsächlich in der Malerei, Grafik, darstellenden Kunst und Denkmalpflege.

Mit Beginn des Jahres 1994 rückte die Kunstfabrik Köpenick zunehmend gemeinnützige Projekte von, mit und für Kinder und Senioren in den Mittelpunkt ihrer Arbeiten und eröffnete in den Bereichen Theaterarbeit, Schreibzirkel, Kunsthandwerk (z.B. Gestaltung mit Naturmaterialien, Speckstein, Holz- und Salzteiggestaltung), Seidenmalerei und mit einer Schneiderwerkstatt für Kids neue Möglichkeiten für Interessierte.


Die Kunstfabrik Köpenick GmbH gestern und heute

Seit dem Start im Januar 1992 sind über 3.000 Arbeitnehmer/innen in verschiedenen Beschäftigungsprogrammen im Hause tätig gewesen. In dieser Zeit gelang es der Kunstfabrik Köpenick mehrere Firmengründungen aus den Projekten heraus auf den Weg zu bringen. Dazu haben über 400 ehemalige Mitarbeiter im Anschluss an ihre Tätigkeit in unserem Hause eine Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt gefunden haben oder die sich selbständig machen konnten bzw. als Freiberufler tätig sind.

Stets war der Frauenanteil in unseren Projekten überdurchschnittlich hoch.

Mehr als 60 % unserer Mitarbeiter sind älter als 50 Jahre, 46 % sogar älter als 55 Jahre. Für sie war und ist die Teilnahme in einem öffentlich geförderten Beschäftigungsprojekt oft die einzige Möglichkeit, aktiv im Arbeitsprozess mitzuwirken, denn auf dem ersten Arbeitsmarkt gab und gibt es für diese Personengruppe kaum Möglichkeiten eine Anstellung zu finden.
Daraus wird ersichtlich, wie wichtig Beschäftigungsprogramme gerade für diese Altersgruppen im kulturellen Bereich sind.

Die Arbeitsschwerpunkte unseres Hauses lassen sich in folgende Teilbereiche aufgliedern:

  • Dienstleistungen für die Stadtbezirke in denen wir tätig sind (u.a. für das Amt für Weiterbildung und Kultur, das Sozialamt …)
  • Künstlerisch-kunsthandwerkliche Angebote für Kinder und Senioren
  • Theaterkurse (Spiel, Gesang, Regie ...)
  • Cafe Kreativ (Kiezgeschichten, Jahrbuch, Biografiewerkstatt)
Große Beachtung messen wir der begleitenden Qualifizierung und der Betreuung unser Mitarbeiter/innen über unseren Jobcoach bei.

Ein ganz wichtiger Schritt war im Jahr 2000 die Erarbeitung eines Handbuches zum Qualitätsmanagement und die Umsetzung beginnend ab 2001 im Hause.

Derzeitig sind wir in den Bezirken Neukölln, Tempelhof-Schöneberg und Treptow-Köpenick aktiv.


Partnerschaft

Ein enger Partner unserer Aktivitäten ist seit seiner Gründung (1996) der Kunstfabrik e.V. Viele Projekte lassen sich nur gemeinsam umsetzen.

Partner

Die Partner der Kunstfabrik sind unter anderem: